5. Teil: Wilcox Pass, Bow Lake & Johnston Canyon

5. Teil: Wilcox Pass, Bow Lake & Johnston Canyon

8. Tag: Fahrt von Jasper zum Wilcox Pass

Ein Highlight jagt das nächste. Wir brachen bei herrlichem Wetter auf und fuhren zum Wilcox Pass. Auf dem Weg sahen wir eine Herde weißer Bergziegen.

weiße berziegen wilcox pass

Nach zwei Stunden erreichten wir den Wilcox Pass. Die Zufahrt war eng und führte weiter oben zum Wilcox Campground, mit nur 46 Stellplätzen. Hier musste man sich selber registrieren. Am Eingang lagen Unterlagen für die Registrierung bereit. Wir machten persönliche Angaben und legten das ausgewiesene Geld in den Umschlag. Dort stand auch eine Art Briefkasten, wo der Umschlag rein geworfen werden sollte.

Auf einem engen Schotterweg fuhren wir zu den oberen Stellplätzen mit sehr schöner Lage und freier Sicht auf das Tal und die Berge. Auf einem nummerierten Pfosten hatten wir einen vorgesehenen Zettel, mit der Angabe der gewünschten Stellplatzdauer, angebracht. Wir machten ein kleines Feuerchen.

wilcox campground feuer

Wir waren mitten in der Wildnis. Auf dem Campground gab es keinen Strom, nur eine kleine Dump-Station. Ein Tag ohne Strom ist normaler Weise kein Problem, wenn man nächsten Tag wieder fährt, damit sich die Batterie aufladen kann. Für unser Fahrzeug (MH-A) liefen die Heizung, Herd und Kühlschrank über Gas. Licht und Steckdosen über Batterie (falls kein Strom vorhanden ist). Mikrowelle und Klimaanlage funktionieren nur mit Strom. Wir hatten uns extra diesen Campingplatz ausgesucht, da wir eine Wanderung auf den Wilcox Pass Trail unternehmen wollten. Nach dem Mittagessen starteten wir die geplante Wanderung.

Es war eine grandiose Aussicht auf die Gletscher, verschneite Gipfel und auf die Bergkulisse. Von weitem sahen wir eine Herde Dickhornschafe. Nach 3 Stunden wandern, saßen wir gemütlich auf unseren Stellplatz am Feuer. Es gab hier viele Mücken und zum Glück hatten wir unser Anti-Mücken-Spray dabei. Außerdem erkundigte sich ein Park-Ranger, ob alles in Ordnung war und schaute nach dem Rechten.

Wilcox Campground; 103 km; 2 Stunden Fahrzeit

9. Tag: Bow Lake & Johnston Canyon

Der Morgen begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Es gab kaum einen besseren Platz, um zu frühstücken – mitten in der Natur. Heute war unser letzter Wandertag und nach 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir den Bow Lake.

bow lake icefields parkway

Von hier aus wollten wir zum Bow Glacier Wasserfall wandern. Es gab mehrere Warnschilder, dass Grizzlybären unterwegs sind. Wir waren die einzigen Wanderer und ich hatte nach all den Warnschildern Angst vor den Bären. Ich sang, lachte und klatschte laut, um die Bären fern zu halten.

Aber mir wurde es zu unheimlich und wir kehrten nach ein paar Minuten um. Als wir umkehrten begegneten wir einer fitten Senioren-Wandertruppe von mindestens 65 Jahren. Wir entschieden uns nun doch die Wanderung fortzusetzen und schlossen uns den Senioren an. Als es steil die Treppen bergauf ging, waren wir wieder auf uns allein gestellt. Es hat sich aber gelohnt zum Bow Fall zu laufen.

Nach fast 10 km und 3 Stunden Wanderung fuhren wir zum Johnston Canyon. Wir nahmen Abschied vom legendären Icefields Parkway und legten heute 160 km zurück. Als wir auf dem Johnston Canyon Campground ankamen, waren unsere kanadischen Nachbarn wieder aufgeschlossen und wir unterhielten uns sehr nett. Nach einem leckeren Abendessen gingen wir nur 10 Minuten zu Fuß zum Johnston Canyon. Es war ein toller Abschluss!

Hier gehts zum 6. Teil: Fazit meiner Wohnmobilreise

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